Zucht
Mein Weg in die Zucht...
Als im Oktober 2015 unser erster reinrassiger Border Collie Ashley bei uns einzog, begann – ohne dass ich es damals schon wusste – ein Weg, der mich später ganz selbstverständlich zur Zucht führen sollte. Ashley war nicht nur unser Hund. Er war der Beginn einer tiefen Verbindung zu dieser besonderen Rasse und der Auslöser für eine Leidenschaft, die über die Jahre immer mehr gewachsen ist.
Schon beim ersten Kontakt mit meiner Züchterin spürte ich sofort diese seltene „gleiche Wellenlänge“: ein gemeinsames Verständnis dafür, was Tiere für uns sind – keine „Haustiere“, sondern Familienmitglieder, Seelenbegleiter und Verantwortung. Auch nachdem Ashley bei uns eingezogen war, blieben wir in engem Austausch. Sie freute sich über Bilder, Videos und Neuigkeiten – und ich durfte an ihren Erfahrungen teilhaben, die sie über viele erfolgreiche Jahre in der Rassehundezucht gesammelt hatte.
Mit der Zeit wurde mir immer klarer, was verantwortungsvolle Zucht wirklich bedeutet. Es ist weit mehr als ein Wunsch nach Welpen. Es ist ein Weg, der Wissen, Zeit, Herz und Konsequenz erfordert. Die Voraussetzungen in einem Rassehundeverband, die Anforderungen an Zuchthunde wie Gesundheitsuntersuchungen und Ausstellungen – und vor allem das Verständnis für alles, was rund um eine Zucht dazugehört: Deckung, Trächtigkeit, Geburt und die intensive, sensible Welpen Aufzucht. Dieses Thema faszinierte mich vom ersten Moment an. Ich sog Informationen in mich auf, bildete mich weiter, lernte dazu – Schritt für Schritt, mit wachsender Begeisterung.
Im Oktober 2017 zog unsere Bila als Zweithund bei uns ein – ebenfalls von derselben Züchterin. Damals war noch kein Gedanke an eine eigene Zuchtstätte. Wir lebten einfach unser Familienleben mit unseren Hunden, voller Freude an der gemeinsamen Zeit.
Dann kam das Jahr 2021 – und mit ihm ein Einschnitt, der bis heute nachklingt. Durch einen tragischen Unfall verloren wir unseren geliebten „Ashy-Bub“. Es folgte eine stille Zeit, in der Trauer Raum brauchte. Eine Zeit, in der man spürt, wie sehr ein Hund ein Teil des eigenen Herzens werden kann.
Doch das Leben geht weiter. Und irgendwann wird aus Schmerz wieder Zuversicht. Als wir diese schwere Phase überwunden hatten, entschieden wir uns, wieder einen Zweithund aufzunehmen. Auch Bila vermisste einen Spielgefährten. Und wie es im Leben so oft ist: Es kommt anders, als man denkt.
Aus eins wurden drei.
Aus dem langjährigen Kontakt zu unserer Züchterin war inzwischen eine echte Freundschaft entstanden. So kam es, dass sie mir im April 2022 aus familiären Gründen ihre Lena anvertraute. Lena war zu diesem Zeitpunkt 3,5 Jahre alt und hatte als zukünftige Zuchthündin bereits alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Vor allem aber brachte sie etwas mit, das man nicht planen kann: einen wundervollen, gutmütigen und ausgeglichenen Charakter. Mit ihrem liebenswerten, absolut menschenfreundlichen Wesen hat sie unsere Herzen im Sturm erobert.
Zeitgleich hatten wir bei einer weiteren Züchterin bereits einen Welpen bestellt – unseren Cody. Und plötzlich durfte ich vieles von dem, was ich zuvor gelernt hatte, ganz nah miterleben: die Entwicklung eines Wurfes, die Aufzucht, das Wachsen kleiner Persönlichkeiten – begleitet von einem Wurftagebuch mit Bildern, Videos und Berichten. Diese Einblicke haben mich tief berührt und fasziniert. Und genau in dieser Zeit wurde mir endgültig klar: Der Wunsch, diese wunderbare Rasse eines Tages auch selbst zu züchten, war nicht mehr nur ein Gedanke – er war zu einer Herzensentscheidung geworden.
So legte ich im November 2022 die Züchterprüfung beim Club für Britische Hütehunde e. V. erfolgreich ab. Auch die weiteren Voraussetzungen wurden erfüllt: die Zuchtstätten Abnahme durch den Verband sowie der internationale Zwingernamensschutz.
Damit war der Grundstein gelegt – nicht aus einer spontanen Idee heraus, sondern aus einem Weg, der über Jahre gewachsen ist: aus Liebe zur Rasse, aus Erfahrung, aus Lernen und aus dem tiefen Wunsch, Border Collies mit Verantwortung, Herz und Verstand in die Welt zu begleiten.
Meine Zuchtziele und Welpen-Aufzucht
Züchten – mit viel Liebe und Verstand – ist der Leitfaden meiner noch jungen Zuchtstätte.
Und genau so soll es bleiben: eine kleine, familiäre Hobbyzucht, in der nicht „Masse“, sondern Herz, Verantwortung und Qualität zählen. Die Gesundheit meiner Zuchthunde und ihrer Welpen steht dabei immer an erster Stelle – denn sie ist die Grundlage für ein langes, glückliches Hundeleben.
Der Border Collie wird oft mit den Worten beschrieben:
„Er zeigt Charme und Anmut, ist aufmerksam, klug, sportlich und sein Wesen ist ausgesprochen liebenswert.“
Diese besonderen Wesenszüge zu bewahren, ist für mich genauso wichtig wie Gesundheit und Stabilität. Denn ein Border Collie soll nicht nur mit seinen blitzenden Augen begeistern, sondern vor allem mit seinem freundlichen, feinfühligen und zuverlässigen Charakter.
Meine Welpen werden im Haus geboren und wachsen mitten in der Familie auf. Sie erleben von Anfang an ganz selbstverständlich den normalen Alltag: Stimmen, Geräusche, Bewegungen, Ruhephasen – alles, was zu einem Familienleben dazugehört. Der enge Kontakt zum Menschen ist dabei für mich nicht „ein Punkt auf der Liste“, sondern eine Herzenssache. Nähe, Vertrauen und Geborgenheit sind in den ersten Wochen genauso wichtig wie Futter und Schlaf.
Für Sicherheit und eine gesunde Entwicklung stehen im Haus und draußen großzügige, sichere Welpen Ausläufe bereit. Zusätzlich dürfen die Kleinen unter Aufsicht unseren großen Garten erkunden – Schritt für Schritt, altersgerecht und immer in einem Rahmen, der Sicherheit gibt. Dabei geht es nicht um „schneller, höher, weiter“, sondern um ruhige, positive Erfahrungen, die Selbstvertrauen aufbauen.
Zur Förderung der Welpen Aufzucht gibt es bei uns viele hundegerechte Spiel- und Lernmöglichkeiten: ein Bällebad, Sandkasten, verschiedene Spielzeuge, Schaukel, Tunnel und Wippe. Auch unterschiedliche Bodenuntergründe lernen die Welpen kennen, damit sie sicherer werden und ihre Umwelt mit Neugier statt Unsicherheit entdecken.
Und wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, dürfen sie auch erste kleine Abenteuer erleben: Autofahren kennenlernen und neue Eindrücke sammeln – zum Beispiel auf unbekannten, weiten Wiesen oder ruhigen Waldwegen. Genau solche Erfahrungen helfen den Welpen, später gelassener, mutiger und alltagstauglicher zu werden.
Mein größtes Ziel ist es, meinen Welpen die besten Voraussetzungen für ihren Start in ein neues Zuhause zu geben – ganz egal, ob sie später Familienhund, Sporthund oder Therapiehund werden. Sie sollen mit einem starken Fundament ins Leben starten: gesund, gut geprägt, voller Vertrauen – und bereit für eine enge Bindung zu ihren Menschen.
Zuchtbedingungen und Voraussetzungen
Der Club für Britische Hütehunde (CfBrH) ist ein zuchtbuchführender Verein und gehört dem VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und der FCI (Federation Cynologique International) an.
Alle Züchter vom CfBrH unterliegen strengen Zuchtregeln und sind an die Zuchtordnung gebunden. Bevor ein Hund in die Zucht geht, muss er auf rassespezifische Erberkrankungen untersucht werden (HD-frei sein, frei von Augenerkrankungen). Zudem müssen die Hunde auf mehreren Ausstellungen den Zuchtrichtern vorgestellt werden, um festzustellen, ob sie den Rassestandard entsprechen. Erst wenn alle Anforderungen erfüllt sind, werden sie zur Zucht freigegeben.
Alle Würfe werden durch qualifizierte Zuchtwarte kontrolliert und abgenommen.
Neuzüchter müssen verschiedene Seminare besuchen und eine Sachkundeprüfung ablegen. Ebenso werden stets die örtlichen Gegebenheiten (Zuchtstätte) kontrolliert und abgenommen. Auch hier gibt es genaue Vorschriften über die Beschaffenheit sowie die Größe der Aufzuchträume und Ausläufe. Ein dritter Punkt, um im CfBrH züchten zu dürfen, ist der internationale Zwingernamenschutz beim FCI.
Welpeninteressenten...
Sie interessieren sich für einen Welpen aus meiner Zucht?
Dann freue ich mich sehr, wenn Sie frühzeitig Kontakt mit mir aufnehmen. Mir ist es wichtig, die zukünftigen Besitzer schon vor einer Reservierung persönlich kennenzulernen. Denn als verantwortungsvolle Züchterin liegt mir am Herzen, dass jeder Welpe in ein Zuhause zieht, das wirklich zu ihm passt – liebevoll, sicher und mit einem guten Gefühl auf beiden Seiten.
Eine familiäre Hundehaltung ist für mich dabei Voraussetzung. Ebenso selbstverständlich sind die Grundversorgung (Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen) und eine artgerechte, hochwertige Fütterung.
Eine Haltung als reiner Hofhund oder eine Zwingerhaltung kommt für mich nicht in Frage.
Meine Hunde leben als Familienmitglieder – und genau so wünsche ich es mir auch für ihre Zukunft.
Gleichzeitig möchte ich auch Ihnen die Möglichkeit geben, mich in Ruhe kennenzulernen. Sie sollen einen Eindruck davon bekommen, wie ich meine Hunde halte, wie ich aufziehe, wofür ich stehe – und natürlich sollen Sie auch meine Zuchthündin erleben dürfen. Denn Vertrauen entsteht nicht durch Worte, sondern durch Begegnung.
Wenn die Welpen noch nicht geboren sind, halte ich meine Interessenten gerne über den Verlauf der Trächtigkeit auf dem Laufenden. So können Sie von Anfang an ein Stück „mit dabei“ sein und die Zeit bis zur Geburt bewusst miterleben.
Sobald die Welpen etwa drei Wochen alt sind, dürfen sie nach Absprache gerne besucht werden – auch mehrmals. Ich nehme mir dafür bewusst Zeit, weil es etwas ganz Besonderes ist, diese Entwicklung Schritt für Schritt zu begleiten. Viele Familien spüren dabei schon früh eine besondere Verbindung zu einem Welpen – und trotzdem ist es mir wichtig, mit der endgültigen Entscheidung noch etwas zu warten.
Denn erst ab etwa sechs Wochen nach der Geburt zeigt sich die Richtung der Charakterentwicklung deutlich besser. In diesem Alter lassen sich Temperament, Ruheverhalten, Mut und Offenheit viel verlässlicher einschätzen. Natürlich berücksichtige ich Ihre Wünsche, aber noch wichtiger ist, dass der Welpe charakterlich zu Ihnen und Ihrem Alltag passt. Nur so kann eine harmonische, stabile Beziehung entstehen – und genau das ist mein Ziel.
Die Abgabe der Welpen erfolgt nach der zweiten Wurfabnahme durch den Zuchtwart, in der Regel zwischen der 8. und 9. Lebenswoche.
Auch nach dem Auszug freue ich mich sehr, wenn der Kontakt bestehen bleibt. Ich erwarte keine ständigen Berichte – aber jedes Foto, jede kleine Nachricht und jede Erzählung darüber, was Sie gemeinsam erleben, bedeutet mir viel. Und selbstverständlich dürfen Sie sich auch nach dem Kauf jederzeit bei Fragen oder Unsicherheiten an mich wenden. Ich bin gerne weiterhin für Sie da.
Da der Border Collie ein Hund mit viel Intelligenz und Arbeitsfreude ist, ist es empfehlenswert, ihm passende Aufgaben zu geben, die seiner natürlichen Veranlagung entsprechen. Ob Agility, Obedience oder andere Beschäftigungsformen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Auch als Therapiehund, Schulhund oder im Mantrailing wird der Border Collie gerne eingesetzt. Wichtig ist dabei nicht „immer mehr“, sondern „passend, sinnvoll und gemeinsam“.
